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Haben wir die Tiere dumm gemacht?

Ich stolper immer wieder über dasselbe Problem. Erst macht es mich stutzig, dann wütend. Der geprügelte Hund, der am Boden zum Herrchen zurückkriecht. Das Pferd, das aus dem Maul blutet und seinen Reiter trotzdem mit einem freudigen Wiehern begrüßt. Ist es bloßer Instinkt, sein Rudel/ sein Herde um keinen Preis zu verlieren? Wie lange wird Leiden akzeptiert, ehe sie sich wehren?
Ist es wirklich möglich, dass sich Tierarten so entwickelt haben, sie durch Menschenhand so selektiert wurden, dass sie die Fähigkeit eigenständig zu denken aufgegeben haben? Für den menschlichen Nutzen waren diese Tiere natürlich meist von Vorteil. Sie erfordern wenig Einfühlvermögen und wenig Überzeugungskraft, trotzdem würden die Vierbeiner alles für den Zweibeiner tun. Aber warum?
Warum kommt es viel zu selten vor, dass ein Tier einfach mal Paroli bietet. Sich wehrt?
Dabei muss es nicht einmal um solche Extremfälle gehen. Es reicht schon, Tiere mit „Fremden“ zu sehen. Dass sie so verinnerlichen, dass der Mensch der kluge Chef ist, dass sie „jedem Deppen“ gehorchen. Bei Pferden ist das noch um einiges mehr ausgeprägt als bei Hunden. Wenn sie fast zur Maschine werden, die Gelerntes einfach abspulen, wenn man den richtigen Knopf drückt. Und dann haben sie, hier gerade wieder Hunde, diese Angewohnheit immer „den Menschen um Rat zu fragen“, wenn sie etwas nicht sofort schaffen. Mensch Tiere, denkt doch mal selber nach!
Gerade bei der Leistungszucht sieht man aber diese Blindheit sehr gerne. Das fünfjährige Pony, das unter jedem Reiter die Lektionen perfekt abspult ist einiges mehr wert, als das, das jeden Fremden mit „Was willst DU denn?“ anguckt. Der Hund, der jedes Kommando in Sekundenschnelle umsetzt wird bei allen Wettkämpfen eher das Treppchen besteigen, als der, der selbst nochmal drüber nachdenkt und möglicherweise einen anderen Weg als sein Herrchen vorschlägt.
Auch viele Wildtiere haben einen Chef, aber der muss sich beweisen. Und wenn ein – selbst rangniedriges -Wildtier mal auf sich allein gestellt ist, handelt es wesentlich geschickter als unsere „domestizierte Karawane“.
Haben wir die Tiere unselbstständig gezüchtet? Unmündig? Gar dumm? Sie lassen sich ausnutzen – oft mit Begeisterung. Und dafür nehmen sie auch Misshandlungen nur allzu oft wehrlos hin.
Ja, ich liebe die Tiere, die durchaus auch mal selber denken. Die, die dann im Tierheim sitzen, weil sie nicht das machen, was ihre Menschen ihnen sagen. Tja, wenn ihr nicht schlau genug für sie seid! Wenn eure Entscheidungen falsch sind!
Arbeite mit einem „fast-willenlosen“ Tier und es wird immer das tun, was du ihm sagst. Arbeite mit einem willensstarken Tier und es wird dich immer und immer wieder infrage stellen. Aber wenn du von ihm anerkannt wirst, dann könnt ihr besser sein als alle anderen. Und wenn du blind bist, wird es nicht neben dir in den Abgrund springen, sondern versuchen, euch beide zu retten.
11.10.11 18:52
 


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