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Verdammung zur Couchpotatoe

Wolf wandert über 2400 km in vier Monaten.[1]
Ein Wolf kann auf der Suche nach Nahrung oft bis zu 60 Kilometer am Tag zurücklegen.[2]
In Amerika wurden Reviergrößen von 50 km² bis 1.800 km² gemessen.[3]
Da wir einem erst bewusst, welch großer Bewegungsdrang auch im Nachfahren des wilden Wolfes noch schlummern muss. Zusammen mit Schlafen und –worauf Kenai mit Sicherheit bestehen würde- Fressen, gehört Bewegung sicherlich zu den wichtigsten Grundbedürfnissen eines Hundes, um glücklich zu sein. Dem Menschen mag es schwer fallen, in solchen Dimensionen zu denken, doch was für den Zweibeiner ein „wunderschöner Spaziergang“ gewesen sein mag, ist für den Vierbeiner nur allzu oft „pure Langeweile“. Die Leine kurz, die Nase voll Auspuffgestank, die Pfoten kratzen über Asphalt. Ja, es geht auch besser. Hund frei, Feldwege. So kann Wuff wenigstens auf eigene Faust losziehen, um Gerüche zu erschnüffeln. Aber meist ist die Zeit trotzdem viel zu schnell rum.
Natürlich hängt das Bewegungsbedürfnis zu einem nicht zu verachtenden Teil von Rasse, Größe, Statur und Alter eines Hundes ab. Dennoch wird den meisten Tieren ein erschreckend geringes Maß an Bewegungsmöglichkeit geboten. Jeder Dackel möchte seine Kilometer am Tag ablaufen. Doch wenige Hundebesitzer schaffen es auf 5 km. 20 könnten der Durchschnitt sein. Für den Hund.
Und – ja, danke für den Hinweis, Samu (Guck nicht so!) – wir sind den zahmen Wolfsnachkommen einfach vieeeel zu langsam. Unser Spazierengehen kann für sie nur ein Schleichen sein. (Nein, natürlich nicht für Oma-13-Jahre-Neufundländer.)
Wenn wir Joggen, dann fallen sie in ihren Trott. Dieses locker-flockige Nebenhertraben, das einen rot vor Neid (-und fehlender Luft-) werden lässt. Gehen ist nicht die Fortbewegungsart des Hundes. Sie kommen schneller voran und sparen dabei zugleich viel mehr Energie, wenn sie traben. Und das halten sie sehr lange durch. Mit ihrer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 4-8 km/h ernten wir höchstens den abfälligen Blick a la „Lächerlich!“.
Es ist erschreckend, wie viele schlecht konditionierte Hunde man jedoch sieht. Die, die sich nach einer halben Stunde spazierengehen hechelnd in die Ecke werfen. Wenn Mr. Sunnyboy mit den schwarzen Punkten auf der Nase mir bereits wieder seinen Frisbee vor die Füße schmeißt, gammeln die im Schatten herum. Für einen jungen, gesunden Hund sollte eine Stunde gemäßigtes Radfahren, zwei Stunden Joggen oder vier Stunden Wandern ein Klacks sein. Und Rassetechnisch gleicht sich das meist (die krankgezüchteten armen Wesen mal außen vor gelassen) auch wieder aus. Da rennt der flippige Border die gleiche Strecke eben zweimal, weil er immer wieder vor und zurück flitzt, während Energiesparer wie Kenai lieber den gleichen Weg nur einmal entlang schlendern.
Also, liebe Herrchen und Frauchen, tut eurem Hund den Gefallen und bietet ihm mehr als immer dieselben ollen, kurzen Runden. Überwindet euren inneren Schweinehund (der übrigens im Gegensatz zum echten Hund so verdammt faul ist!) und geht raus. Geht viel raus. Überlegt euch was. Ignoriert die anderen Nicht-Hundemenschen. Die verstehen euch auch nicht, wenn ihr im Regen langsam spazieren geht. Also, Kreativität ist hier gefragt! Macht Sport. Wenn ihr zu faul seid, bringt den Hund zum Sporteln. Zehn Minuten Ballspiel bringen über 10 Sprints. Versteckt Leckerlis aufm Weg. Probiert was Neues aus. Rennt begeistert schreiend auf einen Baum zu und hebt einen Ast auf. Findet ein spektakuläres Mäuseloch. Werft euch ins Gras, streckt die Arme aus und schaut in den Himmel. Euer Hund wird euch lieben. Und ganz nebenbei tut ihr euch selbst & eurer Gesundheit einen Gefallen.




[1] http://www.wolves.de/
[2] http://www.waldwolf.de/wolf/wolf.htm
[3] http://home.arcor.de/marri/rudel.htm
4.10.11 21:56
 


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